Jenis C40D Pro

5 Juli, 2010  |  Fotowelt, Kameras  | 

Foto © Steffen GöthlingSeit längerem bin ich auf der Suche nach einem passenden Batteriegriff für meine Kamera. Doch bevor ich mir irgendwas kaufe, lese ich mir meistens einige Tests durch und vergleiche die Produkte in den unterschiedlichen Preisklassen. Da kommt es mir gerade recht, das Steffen von Lens-Flare.de die Möglichkeit hatte, den Batteriegriff Jenis C40D Pro zu testen. Die Firma Akkudo.de hat ihm den Batteriegriff zur Verfügung gestellt und Steffen hat ihn auf Herz und Nieren getestet. Was dabei raus kam und ob der Batteriegriff besser als ein Original von Canon ist, könnt ihr hier in seinem Artikel erfahren. Viel Spaß beim Lesen.


Ein Batteriegriff für die Kamera war bisher für mich nicht interessant. Zwar bietet dieser neben einer längere Laufzeit, die Möglichkeit die Kamera alternativ mit AA Akkus bzw. Batterien zu betreiben und durch den zusätzlichen Auslöser die Kamera im Hochformat einfacher zu bedienen. Trotzdem überwogen für mich die Nachteile, also die Anschaffungskosten, das höhere Gewicht und die größeren Maße.

Foto © Steffen Göthling

Foto © Steffen Göthling

Doch dann wurde ich im Onlineshop von akkudo.de auf den Jenis C40D Pro aufmerksam. Preiswerter als der originale Canon Batteriegriff, bietet er zusätzlich interessante Features. Grund genug für mich den Griff mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Was als erstes auffällt ist, dass das Gehäuse aus Kunststoff, statt wie bei der 40D aus Magnesium gefertigt ist. Da es aber mit den gleichen Gummimatten wie der Body beklebt wurde, bemerkt man den Unterschied optisch nicht.

Im Gegensatz zu Canons Griff hat der Jenis neben den Bedienelementen für das Fotografieren im Hochformat, weitere Knöpfe und ein kleines LCD-Display. Darüber kann man die Kamera für Serienaufnahmen (leider nur maximal 99 Stück) und längerer Selbstauslöserzeiten programmieren, als sie über die Firmware möglich sind. Das Display ist beleuchtet, so dass es auch bei schlechten Lichtbedingungen gut ablesbar bleibt. Wenn die LCD-Anzeige nicht für Einstellungen benötigt wird, zeigt es die Uhrzeit an.

Jenis C40D Pro

Foto © Steffen Göthling

Wie schon erwähnt kann der Griff auch statt Canon Akkus mit ganz normalen AA Batterieen betrieben werden. Hierfür wird ein zweiter Schlitten mitgeliefert, der sich mit sechs Energiespendern bestücken lässt. Außerdem kann der Jenis auch mit Strom aus der Steckdose betrieben werden. Das dafür nötige Netzteil ist aber nicht im Lieferumfang erhalten.

Foto © Steffen Göthling

Ein sinnvolles Detail ist die Aussparung für die Akkuklappe an dem Teil des Griffes, der in den Akkuschacht eingeschoben wird. Diese muss nämlich für das Anbringen des Jenis entfernt werden und würde sonst sehr schnell verloren gehen können.

Neben dem zusätzlichen Auslöser & Einstellrad besitzt der Batteriegriff einen Schalter, der diese Bedienelemente deaktiviert, um ungewollte Auslösungen zu vermeiden. Unter dem Jenis finden sich ein Stativgewindeaufnahmen sowie eine Öse zur Befestigung des Kameragurtes. Er kann mit der Canon EOS 20D, 30D, 40D und 50D verwendet werden.

Foto © Steffen Göthling

Foto © Steffen Göthling

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Jenis eine interessante Alternative zu dem Canon Batteriegriff darstellt. Er ist preiswerter, bietet mehr Features und würde er bei Serienaufnahmen mehr als 99 Bilder machen würde, wäre er der Hammer.



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4 Kommentare


  1. Benutze den Batteriegriff seit mehr als einem Jahr an meiner 40D und kann nur zustimmen – der Griff ist eine super Alternative zum Original von Canon. Gerade preislich befindet er sich in einer angenehmeren Kategorie und bietet sogar noch einen größeren Funktionsumfang.

  2. Ich habe zwei von diesen Griffen und bin nur mäßig begeistert. An der 20D friert er regelmäßig/unregelmäßig die komplette Kamera ein. Hier hilft dann nur Akku raus und wieder rein. Mit einem mittlerweile angeschaften Originalgriff passiert das bisher nicht.

    An der 40D friert das Rad zur Blendenwahl an der Kamera ein. Mit einem Umgriff und Dreh am Rad des Batteriegriffes lässt sich das beheben, aber so das ein oder andere Bild ist mir deshalb schon flöten gegangen.

    Nebenbei habe ich das Problem, dass der Griff die Akkus leerzieht. Hat man die Kamera im Standby-Modus mal für zwei Tage im Wohnzimmer oder in der Fototasche liegen, dann ist die Batterie leer. Ohne Griff passiert das nicht.

    Für mich ist das persönliche Fazit mit diesem Griff durchwachsen. Preis, Verarbeitung und Handhabung an der Kamera sind in Ordnung, die Macken im Zusammenspiel trügen das Bild dann aber erheblich.

    Gruß

    Sebastian

  3. Die Timer-Geschichte ist ja nett, aber für größere Zeitraffer-Projekte auch nicht brauchbar. Ansonsten kann das Ding nix, was nicht auch mit dem originalen Canon-Griff gänge. Bleibt einzig der Preisvorteil. Dafür erkauft man sich einen entscheidenden Nachteil: Wer wie ich ständig ein kameraspezifisches L-Bracket wie von Kirk oder RRS an der Kamera hat, der kann keine Akkus mehr wechseln, weil dann der entsprechende Gehäusedeckel nicht mehr zu öffnen ist.

    Warum baut eigentlich noch keiner der Zubehörhersteller mal einen BG mit integriertem GPS-Tracker?

  4. GPS Tracker wäre natürlich eine Idee – aber bekommt der Batteriegriff mit, wenn die Kamer am normalen Auslöser ausgelöst wird?
    Beim Blitzschuh ist das einfach.
    Zur Not müßte der GPS-Tracker-Batteriegriff den erhöhten Stromverbrauch der Kamera als Auslösesignal nutzen – wobei das bei Serienaufnahmen wohl nicht funktioniert.

Trackbacks

  1. Gastartikel über Batteriegriff | lens-flare.de - Blog über Fotografie
  2. Akkudo Blog » Batteriegriff für Canon DSLRs, Jenis C40D Pro

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