Mit dem Elefantentöter auf Beutejagd – ein Erfahrungsbericht

2 September, 2009  |  Fotowelt, Objektive  | 

Hier ist ein Gastartikel von Marcel Sibilitz. Er betreibt seinen privaten Blog www.mahomathome.de auf dem es um das Thema Fotografie geht. Neben Fotobearbeitungen, eigenen Bildern und News sind auch viele Erfahrungsberichte zu lesen. Marcel betreibt das Hobby Fotografie seit ca. 3 Jahren und ist mit Leidenschaft bei der Sache, um sich ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Seine Bilder sind unter anderem auf seinen Blog, bei flickr oder seinem neu erschienen Fotoblog zu sehen. Ihr könnt ihm auch auf Twitter folgen. Dies ist sein erster Gastartikel auf www.shockmotion.de.

Es klingt gefährlich. Es klingt nach einem Abenteuer. Es klingt nach einer Reise ohne Wiederkehr. Seid unbesorgt. Ich werde heute über meine Erfahrungen mit meinem bis dahin größten Objektiv berichten. Ich  habe vor längerem ein neues Objektiv erstanden und nach ein paar Monaten und ein paar tausend Probeschüssen, weiß ich nun was ich darüber erzählen kann.

Dafür das ich Fotografie eher als Hobby betreibe ist der Kauf von neuer Hardware immer etwas was man sich 2 mal überlegen muss. Auf einer Seite achte ich auf Qualität und will auch wirklich großen Nutzen davon haben, wenn ich mir etwas Neues anschaffe, auf der anderen Seite ist da immer der Geldbeutel, der auch mitspielen muss (eigentlich ist es eher die Verlobte, aber naja.)

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Was ist es denn geworden?

Mein eigentliches “Immerdrauf” ist das Canon 50mm 1.8. Eine schmale, leichte Linse mit kleiner Blende. Die große Lichtstärke ermöglicht es auch mal in dunkleren Räumen oder in der Dämmerung sehr emotionale Aufnahmen von Personen zu machen. Das Canon 85mm 1.8 ist eine erstklassige Portraitlinse, welche ich in letzter Zeit aber leider nicht mehr so oft benutze, obwohl ich es gerne würde. Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich schon ein paar Meter vom Objekt wegstehen muss um etwas aufs Bild zu bekommen. Noch zumal ich mit der Canon 400D fotografiere, welches dann umgerechnet auf den Kleinbildsensor: 80*1.6 = 128mm ergibt. Das Sigma 10-20 habe ich für Naturaufnahmen. Dort kann es seine Stärken zeigen: die optimale Blende liegt um 10, so geht natürlich auch die Belichtungzeit in die Höhe. Da aber in der Natur meist viel Licht vorhanden ist, funktioniert das recht gut.

Was mir jetzt noch fehlte, war ein Objektiv, welches ich nutzen kann, wenn ich einmal weiter weg stehen möchte oder muß. Um bspw. Tiere in groß zu fotografieren oder auch auf Feiern weiter weg von den Personen ein Foto machen zu können. Bei einer Hochzeit in einer Kirche ist es auch nicht immer möglich direkt vor dem Brautpaar zu sein. Um hier mithalten zu können brauchte ich ein Objektiv mit grosser Brennweite und natürlich auch mit Zoom.

Canon bietet hier einige Möglichkeiten. ab 100mm bis 500mm war alles vertreten. Einmal ohne Bildstabilisatoren (IS – image stabilizer) und einmal mit. Für mich war das 70-200mm Objektiv nach einiger Recherche das Objektiv was meinen Bedürfnissen am ehesten gerecht werden würde. Jetzt war ich aber noch nicht fertig mit den Entscheidungen, denn die Linse gibt es in 4 verschiedenen Ausführungen: Blende 2.8 oder 4 durchgehend und dann noch mit IS oder ohne.

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Welches wurde es genau?

Zwischen Blende 2.8 und 4 liegen nicht nur 100% Mehrpreis, sondern auch 100% Mehrgewicht. Das 4er ist bei der nur USM-Version mit 600 Euro nicht nur halb so teuer, sondern auch mit 700g fast halb so schwer. Bei der Version mit USM und IS sieht es ungefähr genauso aus, nur das die Preise da deutlich nach oben schnellen. Da ich genug Gewicht schon in meinem Fotorucksack mit mir rumzuschleppen habe, ist das Leichtere für meine Ansprüche das bessere. Ob nun mit IS oder ohne war auch eine leicht zu beantwortende Frage für mich. Mit IS! Bei einer maximalen Brennweite von 200mm an einer Crop-Kamera muss ich mindestens eine Verschlusszeit von unter 1/200*1.6=1/320 einhalten. Mit dem IS kann ich 4mal länger Verschlusszeiten noch in der Hand halten. So kann mir das Objektiv auch ohne Stativ noch verwackelungsfreie Bilder garantieren.

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Das kostet doch so viel? Hat es sich denn gelohnt?

Definitiv JA! Für ein Zoomobjektiv mit dieser hochwertigen Verarbeitung und den fabelhaften Bildern, die ich damit machen kann, rechtfertigt sich der Preis. Es ist eines der wenigen Zoom Objektive, welches für mich als Festbrennweiten-Liebhaber nicht mehr aus meinem Rucksack wegzudenken ist.

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Ohne euch jetzt mit Testbildern, Siemens-Stern und aufwändigen Grafiken zu langweilen, gibt es stattdessen ein paar Testbilder von mir, die ich mit dem Canon EF 70-200mm/ 4/ 0L IS USM*
geschossen habe.

Userreffen Aromagarten

Spielplatz

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Ein Besuch in Dresden

20090722-Objektiv 70-200 Testbilder

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